Das bin ich

Ich bin Sabine, 39 Jahre alt und habe im Oktober 2017 meinen Papa verloren. Ihn zu verlieren war ein tiefer Einschnitt in meinem Leben, der viel verändert hat. Vor seinem Tod habe ich mich nicht viel mit dem Sterben auseinandergesetzt, auch wenn ich schon einige geliebte Menschen verloren habe. Trotzdem kam mir mit dem Tod meines Papas das Sterben plötzlich ganz nah. Mich hat komplett überfordert, dass ein Mensch einfach so stirbt. Einfach so krank wird und innerhalb kürzester Zeit nicht mehr auf dieser Welt ist. Es folgten viele Monate voller Ungewissheit, Überforderung, Schmerz. Immer mehr setzte ich mich mit dem Sterben und dem Tod auseinander. Mir ist es wichtig, dass wir uns über dieses Thema austauschen. Dass es rauskommt aus der Tabuzone. Denn sterben werden wir alle. Deswegen habe ich diesen Blog gegründet, in dem ich über das Sterben, den Tod und die Trauer schreibe.

Warum beschäftige ich mit so intensiv mit dem Tod?

Ich will verstehen. Ich will dieses für mich unbegreifbare Ding „Sterben“ in die Hand nehmen, ich will es ansehen, mich dem annähern um den Tod irgendwann als das zu begreifen, was er ist: Teil unseres Lebens. Die Hospizbewegung lindert das Leiden von Menschen in ihrer letzten Lebensphase. Nimmt sie auf, versorgt sie, lindert die Symptome ihrer Krankheit, respektiert sie, begleitet sie. Es geht um den Menschen. Um eine bedingungslose Begleitung. Um Wünsche, die noch erfüllt werden, ein Sterben, das in Würde geschehen darf. Das beeindruckt mich. Und deswegen habe ich die Ausbildung zur Hospizbegleiterin gemacht und erzähle Dir davon. Denn vielleicht bist Du jemand, der selbst jemanden verloren hat und sich jetzt intensiver mit dem Tod und der Trauer beschäftigt. Vielleicht begleitest Du einen geliebten Angehörigen in einem Hospiz und bist manchmal überfordert. Hier findest Du hilfreiche Auszüge aus meiner Ausbildung, die auch Dir als begleitendem Menschen helfen können. Oder vielleicht interessierst Du Dich ja auch für Hospizhelfer-Ausbildung, bist aber nicht sicher, ob das etwas für Dich ist, und suchst nach Informationen.

Über Trauer sprechen

In der Kategorie Trauer erzähle ich Dir über das, was ich nach dem Verlust meines Papas erlebt habe. Von all den Gefühlen, die die Trauer für mich mit sich gebracht hat: Wut, Einsamkeit, aber auch Akzeptanz und Annahme. Trauer ist so individuell wie wir Menschen es sind. Es gibt kein richtig oder falsch. Jeder trauert anders. Ich kann mit meinen Texten nur einen kleinen Anstoß geben. Aussprechen, worüber andere schweigen – aus den unterschiedlichsten Gründen. Ich finde, je mehr wir über Trauer sprechen – so schmerzhaft das auch oft sein mag – desto mehr findet sie den Weg dorthin, wo sie hingehört: In unsere Mitte. Genauso selbstverständlich, wie wir über die Liebe zu einem Menschen sprechen, sollten wir auch über unsere Trauer sprechen (dürfen). Denn sie ist nichts anderes als ein Ausdruck von Liebe.

Je mehr ich mich mit der Trauer beschäftigt habe, desto mehr wuchs in mir der Wunsch, mit trauernden Menschen zu arbeiten. Deswegen habe ich mich dazu entschlossen, die Ausbildung zur Trauerbegleiterin zu machen. Sie beginnt im Juni 2020 und bin unglaublich gespannt darauf.

Bewege Deinen Körper und Du bewegst Deine Seele


Außerdem findest Du auf diesem Blog Infos rund um SeelenSport®. Das ist ein einzigartiges Bewegungsprogramm für Menschen, die jemanden verloren haben. Diese Form von Bewegung hat mir in meiner Trauer sehr viel Halt geschenkt. Ich habe eine riesige Entwicklung durchgemacht. War ich lange ein Sportmuffel, bin ich mittlerweile sogar selbst Trainerin für SeelenSport® und begleite trauernde Menschen auf ihrem Weg. In der Kategorie Bewegung in diesem Blog kannst Du mehr dazu lesen.

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